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It hurts to touch

Summary:

Weder Leo noch Karin können damit umgehen, dass sie in den letzten Jahren kaum körperliche Zuneigung erlebt haben.

Notes:

Kennt ihr das? Ihr habt eine Idee und plötzlich habt ihr mehr geschrieben als jemals zu vor und seid noch nicht mal fertig, wolltet aber trotzdem schon ein Kapitel posten? Hoffentlich mindert das jetzt nicht meine Motivation.

(See the end of the work for more notes.)

Chapter Text

Karin schaffte es gerade mal noch die Wohnungstüre zu schließen, bevor Leo sie gegen diese drängte und küsste.

Karin blieb der Protestlaut im Hals stecken. Dafür fühlte es sich zu gut an. Leos Gewicht und Wärme angenehm im Vergleich zur kühlen Tür.

 

Außerdem, wenn es eine Sache gibt, die Karin an ihrer Beziehung hasste, dann war es die Tatsache, dass Karin zwar den größtenteils des Tages mit Leo verbrachte, aber ihr dabei selten körperlich nah sein konnte. Klar sie sitzen sich an ihren Schreibtischen gegenüber, aber ironischer Weise hält Karin sich mit ihren Berührungen auf der Arbeit zurück, seit sie zusammen sind.

Es hatte eine Zeit gegeben, in der Karin bewusste versucht hatte diese Grenze auszureizen. Zu sehr war sie von dem Gefühl berauscht gewesen, wenn sich ihre Finger beinahe zufällig übereinander strichen oder ihre Schultern auf dem Weg durch den Flur berührten.

 

Aber das war vor ihrem ersten Kuss.

 

Bevor zumindest ihnen beiden klar war, dass sie beide so empfanden.

 

Karin konnte über die derzeitige Situation wirklich nicht klagen. Ganz im Gegenteil, aber es fehlte Karin einfach der Nerv für die möglichen Sprüche aus dem Kollegium. Zumindest in der Vergangenheit hatte sie sich den ein oder anderen dummen Kommentar anhören müssen und da war es nur um Beziehungen, (wenn man einige ihre früheren Verhältnisse überhaupt so nennen wollte), außerhalb der Polizei gegangen. Jetzt mit Leo, war das ganze nochmal anders.

Es kam Karin sowieso schon unprofessionell vor ihre Team-Kollegin zu daten.

Ein lächerlicher Gedanke. Es war nicht verboten und seit wann scherte sich Karin Gorniak um Vorschriften?

Nur wünschte sich Karin so sehr, dass das mit ihnen funktionierte.

Ihre Beziehung war immer noch frisch und Karin wollte sie nicht mit vermeidbaren Problemen strapazieren. Also hielt Karin sich mehr oder weniger auf der Arbeit zurück.

 

Dafür genoss sie es jetzt umso mehr, wie Leos Hand unter ihren Pulli fuhr, um Karins Shirt aus der Hose zu ziehen. Karin hatte noch nicht mal ihre Jacke abgelegt und Leo war schon darauf aus ihre Haut zu berühren. Es war Karin schon öfters aufgefallen, wie wichtig Leo Hautkontakt war. Obwohl Karin auf Leos Hand vorbereitet war, sog sie dennoch scharf Luft ein. Zu gut war das Gefühl von Leos Fingerspitzen auf ihrer Haut.

Leo hatte anscheinend ihre Reaktion gehört und zog ihre Hand weg, sie blieb damit aber unter Karins Kleidung und sah sie an.

 

„Tschuldige…kalte Hände?“ fragte Leo und die Verunsicherung in ihrer Stimme versetze Karin einen Stich.

 

Ja, ihre Beziehung war vielleicht frisch, aber nicht ihre Freundschaft. Leo schien Karin in manchen Bereichen sogar unsicherer als zuvor und jedes Mal tat es weh Leo so zu sehen.

 

Denn Karin wollte mit Leo Zeit verbringen, mit ihr zusammen sein, von Leo berührt werden.

 

„Ne…“, antworte ihr Karin mit belegter Stimme.

 

Mehr schaffte sie nicht zu sagen.

 

Nicht wie gut sich Leo anfühlte.

 

Wie schön es war sie zu küssen.

 

Wie erstaunt sie manchmal darüber war, wie gut ihrer Körper aneinanderpassten, so als sei Leos Halsbeuge nur dafür geschaffen worden, dass Karin ihr Gesicht darin vergraben konnte.

 

Wie gern sie Leo hatte.

 

Aber Karin war einfach nicht bereit all das laut auszusprechen. So sehr sie es auch wollte.

 

Also entschied sie sich für eine Sprache, die sie beherrschte und die Leo eindeutig verstand, denn Leo sah sie weiterhin etwas zögerlich an.

Karin zog Leo an ihrem Mantel zu sich, um sie endlich wieder küssen zu können. Sie hielt Leo weiterhin am Mantel fest, während ihre freie Hand Leos Nacken fand.

 

Es war Karin gerade unglaublich wichtig Leo bei sich zu halten. Ihr zu sagen, wenn auch ohne Worte, wie essenziell ihre Nähe für Karin war.

 

Karin vergrub ihre Finger in Leos Locken und spürte, wie sich langsam Leos Haardutt löste. In den seltenen Fällen, in denen sie auf der Arbeit mal in einem Archivraum verschwanden, weil das Verlangen nacheinander einfach zu groß war, hasste Leo es, wenn Karin ihre Friseur durcheinander brachte. Und Karin machte sich genau daraus gerne einen Spaß. Nach dem Feierabend war das allerdings etwas anderes. Bereits als sie nur befreundet gewesen waren, hatte Karin schnell gelernt, dass Leo gerne kurz nach Betreten ihrer Wohnung die Haare öffnete.

Karin hatte dabei mehr als einmal dem Drang widerstehen müssen ihre Hände in den blonden Locken zu vergraben.

 

Doch jetzt konnte sie es.

Jetzt durfte sie es.

 

Leo war anscheinend mittlerweile aufgefallen, dass sie sich kaum 10cm in Flur hinein bewegt hatten und noch immer ihre Schuhe und Jacken trugen. Sie löste sich von Karin, um ihren Mantel abzulegen zu können.

Diesmal protestierte Karin und erntete einen belustigten Blick von Leo. Schlussendlich seufzte sie und gab Karin doch noch einen Kuss, bevor sie ihren Mantel an die Garderobe hängte.

 

Karin musste sich kurz sammeln, bevor sie sich wieder in der Lage fühlte ihre Jacke auszuziehen. Leo war hin dessen schon aus ihren Schuhen geschlüpfte. Die weißen, abgelaufen Sneaker waren immer wieder etwas irritierend für Karin. Leo legte ansonsten einen hohen Wert auf ihr Äußerliches. Nur eben bei den Schuhen widersprach Leo sich selbst. Die Sneaker landeten ohne das Leo sie aufschnürte in dem kleinen Schuhregal neben der Garderobe.

 

Karin hatte es in der Zwischenzeit gerade mal aus ihrer Jacke geschafft und bei dem Blick, den Leo ihr zuwarf, überlegte sie kurz die Jacke einfach auf den Boden zu werfen und Leo schnurstracks ins Schlafzimmer zu manövrieren. Sie hätte das glatt ausprobiert, aber Leo hatte bei einer ähnlichen Situation vor ein paar Tagen extra ihren Pulli auf einen von Karins Küchenstühlen gelegt.

 

Also hängte sie ihre Jacke ordentlich neben Leos und beugte sich runter, um ihre Schnürsenkel aufzumachen. Der Vorteil von Turnschuhen war eindeutig, dass man sie einfach abstreifen konnte und nicht wie Karins Stiefel umständlich aufschnüren musste. Dafür fluchte Karin nicht wie Leo, wenn sie nach verregneten Tagen durch den Schlamm zu einem Tatort laufen mussten.

Nachdem sie ihre Stiefel abgestellt hatte, folge Karin Leo den kurzen Flur entlang ins Wohnzimmer.

Noch auf dem Weg schlüpfte Karin aus ihrem Pulli. Ihr war warm und sie hätte nichts dagegen fortzuführen, was sie an der Wohnungstüre angefangen hatten. Außerdem lag das Sofa praktischer Weise auf dem Weg, wo sie den Pulli ablegen konnte, ohne, dass er auf Leos Fußboden landete.

 

Sie schafften es bis zum Schlafzimmer, ohne sich zu berühren, aber sobald Leo mit den Kniekehlen gegen ihr Bett stieß, konnte Karin sich nicht mehr Bremsen.

 

Zur sehr hatte sich das Verlangen in ihr aufgestaut.

Hungrig fuhr sie mit ihrer Zunge über Leos Lippen. Sie waren so eng umschlungen, dass es Karin nicht gewundert hätte, wenn Leo durch die Kleidung ihren schnellen Herzschlag gespürte hätte. Der Geschmack von Leos Zunge sorgte dafür, dass Karins Herz ein paar Mal einen Schlag aussetze.

 

Leider unterbrach Leo kurz darauf ihren Kuss.

 

„Muss eben Luft holen“, brachte sie zwischen tiefen Atemzügen hervor.

 

Das Gefühl, welches in Karin aufstieg, konnte sie nicht richtig definieren, aber eine gewisse Form von Stolz schwang dabei mit. Wie jedes Mal, wenn sie merkte, dass sie durch ihr Handeln Leos Gedanken mehr als nur ein wenig durcheinandergebracht hatte.

Anscheinend war ihr das mehr als gelungen, denn Leo entwand sich sanft aus ihrer Umarmung, um sich aufs Bett zu setzten. Obwohl sie in unmittelbarer Nähe zu Karin war, und sich ihre Beine weiterhin berührten, fehlte Leo Karin. Kurzerhand trat sie zwischen Leos Beine und zog ihre Freundin zu sich, sodass Leo mit ihrem Kopf gegen Karins Bauch gelehnt war.

 

Karin hätte tatsächlich auch einfach so verweilen können, aber nach einigen Augenblicken wand sich Leo in ihren Armen und begann Küsse auf Karins Bauch zu verteilen. Leos Hand wanderte dabei gefährlich nach oben und Karin wünschte sich nichts sehnlicher als Leos Berührungen direkt auf ihrer Haut zu spüren.

Angespannt hielt Karin die Luft an, als Leo mit ihrer Hand über ihre Brust fuhr. Trotz des T-Shirt Stoffes und BHs dazwischen.

 

Nach einer halben Ewigkeit zog Leo mit der anderen Hand Karins Shirt wieder hoch. Wäre Karin nicht damit beschäftigt ihr T-Shirt komplett auszuziehen, hätte sie vermutlich bei Leos Küssen mehr als nur einen zusammenhängenden Gedanken verloren.

Leo folgte dem Umriss von Karins Hüftknochen, wohlwissend wie sensitiv Karins Haut dort war.

Zu Karins Leidwesen blieb Leos Hand weiterhin oberhalb ihres BHs. Nur Leos Daumen fuhr geradezu zufällig über Karins Nippel. Es macht Karin schier wahnsinnig und sie musste Leo nicht ansehen, um zu wissen, dass Leo sich dessen vollkommen bewusst war.

 

Karins Haut fühlte sich unter Leos Berührungen zu eng an.

 

Sie wollte mehr von Leo.

Sie küssen, sie als Anker für ihre Berührungen halten.

Beherrscht setzte Karin ihr Knie auf die Matratze, zwischen Leos Beine, um ihre Qualen zu beenden.

 

So leicht wollte sie nicht nachgeben.

Vorsichtig, damit sie Leo nicht umstieß, beugte sie sich nach vorne, sodass Leo unter ihr landete. Obwohl Karin noch immer das Bedürfnis hatte Leo zu küssen, ihr gleichermaßen den Verstand zu rauben und zu sehen, wie sie kam, genoss sie den Anblick.
Leos sonst so hellblauen Augen waren dunkel von den geweiteten Pupillen. Ihre Locken flossen über die Matratze und ihre Brust hob und senkte sich schnell, ihr Mund leicht geöffnet.

Karins Blick blieb an Leos Lippen hängen und es dauerte nicht lange, dann war sie übermannt von dem Wunsch Leo wieder zu küssen.

Als Karin dazu überging die weiche Haut an Leos Hals zu küssen, dauerte es nicht lange bis Leo bei fast jedem Kontakt seufzte. Doch irgendwann war ihr Leos Pulli im Weg. Karin richtet sich wieder etwas auf, um genug Platz zwischen ihren Körpern zu haben. So konnte sie Leos Pulli und Shirt hochschieben. Ohne Worte verstand Leo was Karin wollte, rutsche etwas nach hinten weg und beugte sich auf. Sie warte nicht, bis Karin zu ihr kam, sondern befreite sich eigenständig von ihren Klamotten. Mit einer flüssigen Bewegung entledigte sie sich dabei auch ihres Sport-BH.

Und obwohl Leo gerade absichtlich das Vorspiel verkürzt hatte, versuchte sie so gut es ging ihre Kleidung geordnet am Rand des Bettes zu platzieren. Zum Glück war Leos Gesicht gerade von Karin abgewandt, denn Karin musste bei dem Anblick lächeln. Ihr war warm ums Herz und das lag nicht daran, dass Leo mittlerweile nur noch eine Hose trug. Es war einfach die Tatsache, dass Leo selbst in dieser Situation einen gewissen Wert auf Ordnung legte. Normalerweise hätte Karin diese Eigenschaft nicht sonderlich attraktiv gefunden, aber es war so typisch Leo. Karin war schon öfter aufgefallen, dass Leo selbst auf der Arbeit, wenn ihr Schreibtisch voller Akten war, noch ein System und eine gewisse Ordnung aufrechterhielt. Das Karin sehen durfte, dass Leo diese Eigenschaft auch privat an den Tag legte, machte sie in diesem Moment glücklich.

Als Leo fertig war, blickte sie Karin direkt an. Von der Verunsicherung im Flur war nichts mehr zu sehen, stattdessen war ihr Gesichtsausdruck entschlossen. Leo wusste genau was sie wollte.

 

 

Karin.

 

 

Karin schloss zu ihr auf und diesmal drückte sie mit voller Absicht ihr Knie zwischen Leos Beine.

Hitze durchströmte ihren ganzen Körper.

Ihre Küsse waren leidenschaftlicher geworden und Karin begann sanft mit ihrer einen Hand über Leos Brust zu streichen.

 

Zwischen den Küssen stöhnte Leo mittlerweile leise. Sie hob ihre Hüfte, um mehr Kontakt zu Karins Oberschenkel zu haben.

 

Ihre Anspannung war mehr als deutlich für Karin. Karin genoss den Gedanken diese bald zu lösen.
Karin ließ sich noch etwas Zeit, bis sie ihren Kuss unterbrach, strich noch einmal mit dem Daumen über Leos Brustwarze und wanderte dann mit der Hand zu Leos Hosenbund.

 

Karin schaute Leo an, ihre Hand am Hosenknopf, bereit weiterzumachen oder aufzuhören.

Leo nickte und Karin öffnete mehr oder weniger geschickt die Hose.

 

Es dauerte nicht lange bis Leo unter Stöhnen gegen Karins Fingerbewegungen kam.

 

Im letzten Moment hatte sie sich an Karin geklammert und hielt sie nun nah bei sich.

 

Vorsichtig zog Karin ihre Hand aus Leos Hose hervor, um ihre Freundin besser in den Armen halten zu können. Irgendwann entspannten sich Leos Muskeln und ihre Atmung wurde wieder regulierter.


Leo blickte Karin zufrieden an. Behutsam strich Karin ihr eine Haarsträne aus dem Gesicht und küsste ihre Stirn.

 

Karin hätte jetzt auch einfach so liegen bleiben können mit Leo in ihren Armen. Obwohl sie nur ihren BH anhatte, war ihr nicht kalt. Von Leo ging eine angenehme Wärme aus, die Karin am liebsten für immer neben sich hätte.

Der Stress der letzten Tage war wie weggeblasen und ein Gefühl von Vollkommenheit machte sich in Karin breit.

 

Sie beschwerte sich aber auch nicht als Leo nach einer Weile bereit war die Rollen zu tauschen.