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"Peter!"
Überrascht zügelte Peter sein Pferd. Ein gutes Stück vor ihm näherte sich das seltsamste Gefährt, dass er je gesehen hatte.
War das ein pinker Van? Ein rosa Pickup?
Jemand darin hatte seinen Namen gerufen.
Dieser jemand sprang nun aus der pinken Monstosität.
"Peter!"
Peter blinzelte gegen das Scheinwerferlicht. Diese Stimme!
"Peter!!"
Es war Bob.
Peters Herz tat einen wilden Schlag.
Die ganze Nacht war er quer durch Kalifornien gefahren, hatte immer wieder Hinweise für seine Kollegen hinterlassen, jedoch nicht ein einziges Mal die Möglichkeit gehabt mit ihnen zu sprechen. Und obwohl er gewusst hatte, dass sie ihm folgen, ihn suchen, ihn finden würden, durchflutete ihn jetzt doch endlose Erleichterung.
Justus hatte er vor wenigen Minuten schon getroffen und sie waren einander glücklich in die Arme gefallen. Die Situation hatte jedoch schnelles Handeln erfordert und so hatten sie sich sofort wieder getrennt.
Die Situation erforderte immer noch schnelles Handeln, aber plötzlich waren Peters Gedanken nur noch von stürmischen Gefühlen für Justus und Bob geflutet. Gott, wie sehr er die beiden vermisst hatte! Er konnte einfach nicht mehr länger warten.
Er trieb sein Pferd an bis er kurz vor dem pinken Gefährt war, dann zügelte er es so heftig, dass es wiehernd die Vorderläufe in die Luft warf. In einer fließenden Bewegung sprang er ab.
"Peter...", sagte Bob noch einmal heiser.
Peter war mit zwei Schritten bei ihm und breitete seine Arme aus. Bob flog hinein. Sekundenlang hielten sie einander umschlungen. Schließlich lockerte Bob seine Umarmung soweit, dass er Peter in die Augen sehen konnte.
"Oh Gott, Peter, wir haben uns solche Sorgen gemacht. Geht es dir gut? Bist du-"
Aber Peter konnte sich nicht mehr beherrschen. Er zog Bob wieder fester an sich, senkte seinen Kopf und küsste ihn.
Bob machte ein kurzes, überraschtes Geräusch. Dann warf er seine Arme um Peters Hals und erwiderte den Kuss hemmungslos.
Peter wusste nicht wie lange sie so da standen und sich küssten - Sekunden, Minuten - bis sich jemand räusperte.
Widerstrebend lösten sie sich voneinander. Peter sah Bob in die Augen und lächelte.
"Mir geht's gut. Bin mit dem Schrecken davongekommen."
Bob streichelte sein Gesicht und küsste ihn noch einmal kurz. Dann ließ er ihn los und drehte sich um. Peter hob den Kopf. Hinter Bob stand eine junge Frau, die sie aus großen Augen anstarrte.
Bob räusperte sich.
"Äh, Peter, das ist Lyn Quinn. Sie ist die Tochter von Scott Quinn."
Peter nickt knapp.
"Habt ihr ein Telefon dabei?"

FulltimeHase Mon 26 Sep 2022 05:16PM UTC
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BeckyBooke Tue 27 Sep 2022 08:19AM UTC
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rokokokokotte (catgottongue) Fri 07 Oct 2022 06:39AM UTC
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