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Wufei Hasst Geburtstage

Summary:

Wufei hasst Geburtstage. Ganz besonders seinen eigenen.

Notes:

Dies ist eine Übersetzung im Zuge von Fandom Trumps Hate für @boxofhatebrains. Vielen Dank fürs bieten!
(This is a translation in the course of Fandom Trumps Hate for @boxofhatebrains. Thank you for bidding!)

(Übersetzung der Notizen des ursprünglich Schriftstellendens/Translation of the original authors note):
Dies ist für eine Person, die Geburtstag hat und mir wurde gesagt, dass ich nichts deswegen tun kann. Zilch. Nada. Also… mach ich das definitive nicht. Egal. Diese Person, wer auch immer es ist, mag MÖGLICHERWEISE Wufei und unterstützt meine neue, dumme 4x5 Besessenheit. Aber wahrscheinlich ist es nicht die Person an die du denkst.

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

„Warum hast du nichts gesagt?“

Wufei schaut von seinem Schreibtisch zu einem lächelnden Quatre hoch. Er runzelt die Stirn und widmet sich wieder seinem Bericht. Er hat keinen Schimmer, was Quatre meinen könnte. „Offensichtlich, weil ich kontextlose Fragen genieße.“

Ohne sich davon abschrecken zu lassen, zieht Quatre einen Stuhl heran und ignoriert Wufeis Seufzer. „Ich war nur überrascht… dass du davon weißt, aber nie etwas gesagt hast.“

Wufei blickt ihn entnervt an. „Du gehst von allein nicht weg, oder? Maxwell ist gleich den Flur runter.“

„Ich bin nicht wegen ihm hier. Ich bin deinetwegen hier“, erwidert Quatre bloß und entfernt einen Flusen von seinem Mantel.

„Bist du das?“, fragt Wufei humorvoll und beendet eine weitere Seite, faltet sie und beginnt eine neue.

„Jep, denn ich lade dich zum Essen ein… wegen deines Geburtstags.“

Das ruft eine Reaktion hervor, als Wufei langsam sein Schreiben pausiert und schlussendlich die vor ihm stehende personifizierte Belästigung versteht. Er murrt und antwortet: „Quatre, Geburtstage sind für Kinder und Narzissten über sechs. Ich habe nicht vor, aus diesem Tag etwas anderes zu machen, als einen gewöhnlichen, langweiligen Tag. Es gibt keinen Unterschied zu dem von gestern, außer der Tatsache, dass die Regierung festhält, dass ich ein Jahr älter bin. Sonst hat sich in meinem Leben nichts verändert. Also… auf Wiedersehen.“

„Ah, aber es gibt noch einen anderen Aspekt.“, sagt Quatre und schiebt seinen neu gedruckten Ausweis zu Wufei rüber. „Ich bin einer dieser Narzissten und zufälligerweise teile ich diesen Tag mit dir.“

Wufei schaut auf die Information, die er bereits hatte, runter, aber auf dem Ausweis ist ein normales Bild zu sehen, nicht wie bei den meisten offiziellen Dokumenten. Quatre lächelt darauf. Er sieht gut aus. Älter und schlank. Er sieht aus wie ein respektabler Mann. Wufei schiebt den Ausweis zurück und beginnt wieder zu schreiben. „Glückwunsch zu dem Eingeständnis, ein Narzisst zu sein. Ich hörte, Einsicht sei der erste Schritt.“

„Ich weiß ja nicht. Von all meinen Freunden bin ich der Erste, der es sich eingesteht.“, neckt Quatre.

„Ich bin kein Narzisst. Ein Fatalist, sicher. Ein Zynist, auf jeden Fall. Ein verbitterte, alter Mann ein Jahr näher an einer unbefriedigenden Rente, nehme ich an.“

„Wie wäre es mit Romantiker, für eine Nacht?“

Auch das erzeugt eine Reaktion. Überraschung und ein angespanntes, kontrolliertes Lächeln, dass in Wufeis Mundwinkeln erscheint. „Was soll das werden? Ein Date? Wie bereits gesagt, Maxwell ist gleich um die Ecke in der Asservatenkammer.“

„Vielleicht ist nicht er es, den ich frage.“

Das Lächeln verwandelt sich zurück in ein Stirnrunzeln. „Du fragst den Falschen.“

„Selbst für nur eine Nacht frage ich den Falschen?“

„Selbst für eine Sekunde.“

„Warum?“

„Weil ich–“, Quatre unterbricht sich, weil er ein wenig zu energisch wird und sich ein bisschen zu sehr in die Unterhaltung hineinsteigert oder zumindest darin, sich selbst zu verteidigen. „Ich will nicht.“

„Wer klingt jetzt, als wäre er unter sechs?“

Er schnaubt, beinahe beeindruckt wie sehr Quatre ihn irritiert. „Nimmst du Unterricht von Maxwell wie du mich auf die Spitze treiben kannst?“

„Vielleicht… oder vielleicht würde ich heute Abend einfach gerne etwas Zeit mit dir verbringen“, antwortet Quatre sanft, gibt schließlich nach und hört auf ihn zu necken.

Wufei neigt den Kopf und schaut um sich, um herauszufinden, ob er veralbert wird. Quatre beobachtet ihn lediglich gespannt und schaut ebenfalls um sich, als wäre es eine Gruppenaktivität. Wufei blinzelt ihn an und fragt flüsternd: „Bist du verkabelt?“

„Fragst du, um mich zu durchsuchen?“, fragt Quatre errötend. Zu schnell um vorgetäuscht zu sein.

„Ah, nein.“ Jetzt ist es komisch geworden. Er ist nur so verblüfft. „Ah, ein Date? Wozu? Was hast du davon? Hast du eine Wette mit jemandem oder so?“

„Weißt du was,“, sagt Quatre, zögert und fährt dann mit neutralem Gesicht fort: „Wenn du mit mir ausgehen möchtest, nett essen gehen möchtest, etwas Wein, vielleicht sogar eine nette Unterhaltung – ich habe eine Reservierung bei Bluths um neun. Wenn nicht… Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Wufei. Pass auf dich auf.“

Quatre steht ungelenk auf und nickt ihm zu. Überraschenderweise geht er nicht um die Ecke um Duo zu sehen. Er… geht einfach raus.

‚Oh, scheiße‘, denkt Wufei, seinen Fehler erkennend. Er hat gerade Quatre beleidigt.

‚Oh, scheiße‘, denkt er erneut und begreift endlich, dass Quatre ihn wirklich zum Ausgehen einladen wollte. Ganz ernsthaft anlässlich ihres gemeinsamen Geburtstags zum Ausgehen eingeladen hat. Kein Witz. Keine Pointe.

„Oh, scheiße“, sagt er laut, als er zwei und zwei zusammen zählt…

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Quatre ist kurz davor aufzugeben. Er hat sein Essen bestellt und es ist bereits serviert worden, aber er möchte nicht alleine essen. Vielleicht könnte er Duo anrufen und ihn bitten vorbeizukommen. Vielleicht können sie zusammen fernsehen, bis sie einschlafen.

Wie ein Eichhörnchen kommt plötzlich Wufei hereingehuscht und schlängelt sich vom Vordereingang zu Quatres Tisch durch, während er eine Box hält. Schnaubend und leicht errötet setzt er sich. Er trägt immer noch seine Preventeruniform. Ohne auch nur zu fragen, beinahe verdurstend, nimmt er Quatres Wasser und trinkt. „Tut mir leid, dass ich zu spät bin. Ich habe noch ein Geschenk für dich besorgt.“

„Das war nicht nötig.”, antwortet Quatre, erstaunt ihn überhaupt zu sehen.

„Ich wusste nicht, was ich holen sollte. Ich musste das anderen überlassen, also… Es ist eigentlich für das narzisstische Kind in dir. Ich meinte es nicht so, aber Yuy hat es vorgeschlagen…“

„Oh man,“ lacht Quatre, als er die Box überreicht bekommt und beginnt das Papier aufzureißen. Aber er hört auf zu lachen, sondern lächelt nur zärtlich beim Anblick des Teddybären im Inneren der Box.

„Er spielt Musik. Den Celebration March der Eve Wars.”

“Erstaunlich rührselig.”

“Es ist nur ein Kuscheltier.“, erwidert Wufei. Er dachte, Quatre würde den Bären einfach an eine Nichte oder einen Neffen weitergeben.

„Weißt du… Ich hatte nie ein Kuscheltier als Kind. Die Ärzte haben gesagt, dass würde zu viel Staub erzeugen. Mein Vater war sehr besorgt, dass ich davon krank würde, also… Ich glaube, das ist mein erstes Kuscheltier. Deshalb, danke. Dass du mir ein besonderes Andenken gegeben hast an meinem Geburtstag.“

Das ist zu süß. Zu ehrlich. Es überrumpelt Wufei. Es ist wie ein Geheimnis. Es ist ein Bekenntnis.

„Das hier ist mein erste Date“, platzt es leise aus ihm heraus. Er schaut auf den leeren Teller vor sich und schluckt hart. Er weiß, dass Quatre nicht über ihn lachen würde, aber er hat Angst vor dem Mitleid.

Stattdessen nimmt Quatre seinen Teller und schiebt mit dem kleinen Anflug eines Lächelns die Hälfte seines eigenen Essens rüber.

„Nun, auf ein neues Jahr mit vielen Premieren für uns beide.“

Er reicht Wufei den Teller, vielleicht symbolisch – und trifft ihn auf der Hälfe. Und vielleicht war das hier auch keine so schlechte Entscheidung. Vielleicht ist dies keine so schlechte Art, seinen Abend zu verbringen und Wufei nimmt den Teller entgegen mit einem bescheidenen Dank.

Und dann teilen sie ihr Essen inniglich zusammen und zelebrieren dabei ihren Geburtstag.

Notes:

(Übersetzung der Notizen des ursprünglich Schriftstellendens/Translation of the original authors note):
Und ja, mein headcanon ist, dass sie den gleichen Geburtstag haben, frag mich warum