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Jay hat eine Waffe

Summary:

Peter findet eine Waffe in Neals Appartment und Neal ist noch weniger entgegenkommend als sonst.

Notes:

Diese Fic geht an die wunderbare CastIntoFlames, die mir erlaubt hat ihre Geschichte zu übersetzen und zu veröffentlichen. <3

Work Text:

Von all den Dingen, die Peter zu finden glaubte, dies war es nicht. Wenn er die illegalen Dinge aufzählen müsste, von denen er dachte, dass er sie in Neals Wohnung finden würde, würde dies nicht einmal seine Top fünfzig erreichen.

Teil von Neals Vertrag mit dem FBI sind stichprobenartige Durchsuchungen. Sie müssen einmal im Monat gemacht werden, aber Neal darf natürlich nicht wissen, wann sie passieren sollen. Normalerweise macht er sie, wenn Neal nicht hier ist, also wusste er nie, dass Peter sie tatsächlich macht, selbst wenn sie in dem Vertrag stehen, dem er zugestimmt hat.

Neal weiß, dass Peter einen Schlüssel hat. Abgesehen von diesen zufälligen Durchsuchungen musste Peter ihn nur ein- oder zweimal benutzen und Neal wusste von diesen Zeiten. In Neals Wohnung zu kommen, wenn er nicht hier ist, macht ihm keinen Spaß, aber Neal hat sich damit abgefunden, als er ins Gefängnis kam.

Peter überprüfte die üblichen Stellen: unter dem Bett, in allen Schubladen und Schränken, in den Hosentaschen, im Kamin und im Bücherregal. Das Ganze dauert ungefähr zwanzig Minuten, was bedeutet, dass Neal jetzt aus dem Cafe zurückkommen sollte.

Peter, dreht sich zufrieden um, um zu gehen. Als er am Kühlschrank vorbei geht, bemerkt er etwas seltsames: die Gefriertür steht offen.

Es ist nur ein Zentimeter, genug, dass es nur ein Unfall gewesen sein kann. Peter zieht die Tür auf und hebt die Flasche auf, die umgefallen ist und den Gefrierschrank daran gehindert hat, sich ganz zu schließen. Da fällt ihm etwas schwarzes ins Auge.

Peter zieht es aus dem Gefrierschrank, das kalte Metall verbrennt seine Hand und er seufzt sofort.

Eine Pistole. Eine mattschwarze 45., die Neal unter keinen Umständen jemals in seinem Besitz haben sollte. Neal ist nicht nur ein Schwerverbrecher, sondern auch ein gewaltfreier Schwerverbrecher. Auch wenn das Gesetz nicht vorschreiben würde, dass Neal keine haben darf, tun es Neals eigene Prinzipien. 

Er muss mit Neal reden.

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Glücklicherweise kehrt Neal früher zurück, als Peter erwartet hatte. Mit einer Kaffeetasse in der Hand geht er durch die Tür. Als er Peter sieht, bleibt er stehen.

Die Waffe liegt auf dem Küchentisch, ihre Präsenz laut in der ohrenbetäubenden Stille. Die Tatsache, dass sie hier ist, impliziert eine Million Dinge und Peter weiß nicht einmal, wo er anfangen soll.

“Setz dich”, sagt Peter. “Wir müssen reden.”

Neal steht viel zu lange im Türrahmen. Peter vermutet, dass er erwägt zu fliehen, aber er tut es nicht. Nach einem Moment tritt er ein und schließt die Tür hinter sich.

Peter erwartet mehr. Neal bestreitet normalerweise schnell, bestreitet, selbst wenn ihm nichts offiziell vorgeworfen wird. Jetzt steht er einfach nur da, stumm.

Setz dich ”, wiederholt Peter.

Schließlich hört Neal zu. Er sitzt Peter gegenüber auf dem Stuhl und schweigt.

“Ich möchte wissen, warum du die hast”, sagt Peter und deutet auf die Waffe. “Aber zuerst ich wissen, warum ich sie im Gefrierschrank gefunden habe.”

Neal runzelt die Stirn. “Sie war im Gefrierschrank?”

“Ja.”

“Warum war sie im Gefrierschrank?”

“Ich weiß nicht-” Peter streicht sich mit der Hand übers Gesicht. “Ich weiß nicht, warum sie im Gefrierschrank war. Deshalb frage ich dich.”

Neal steht auf und marschiert zum Gefrierschrank. "War jemand hier?”

Peter dreht sich um und sieht ihm dabei zu, wie er alle Schränke durchsucht. Als er nichts findet, geht er zu dem Bereich, in dem sein Bett steht und beginnt, die Schubladen seines Nachttisches zu durchsuchen. Peter seufzt.

Neal erstarrt vor der französischen Tür. Er dreht sich um und geht zurück zum Bett. Er schiebt seine Hand unter das Kissen und richtet sich auf, während er den Zettel in seiner Hand liest.

“Was ist das?” fragt Peter.

Für einen Moment schweigt Neal. Er starrt das Papier viel länger als nötig an, bevor er es in seine Tasche steckt. “Ich muss los.”

Peter blinzelt. “Was? Nein, du musst das erklä-”

“Es tut mir leid, ich komme später zurück und erzähle dir alles über die Waffe”, sagt Neal. Er ist jetzt auf dem Weg zur Tür und Peter weiß nicht, ob er ihn aufhalten soll. Er kann nicht sagen, ob das FBI daran beteiligt sein muss oder nicht. “Ich muss mich mit jemandem treffen.”

Peter steht auf und schiebt den Stuhl mit einem lauten Kratzen zurück. “Sag mir wenigstens mit wem du dich triffst.”

Neal bleibt mit einem Fuß aus der Tür stehen. Er runzelt die Stirn. “Es ist mein Bruder. Er legte die Waffe in den Gefrierschrank, weil er wusste, dass sie jemand finden würde. Ich muss herausfinden, was er will.”

“Bruder? Was- warum sollte er es in den Gefrierschrank legen, damit es jemand findet?”

Neal zuckt mit den Schultern. “Keine Ahnung. Er ist in einer Sekte aufgewachsen. Ich muss jetzt gehen, tschüss.”

Die Tür schlägt hinter ihm zu, Peter steht mitten im Raum und fragt sich, worauf er sich da eingelassen hat.