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Fandom:
Characters:
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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2023-06-15
Updated:
2024-04-16
Words:
3,409
Chapters:
3/?
Comments:
4
Kudos:
28
Bookmarks:
1
Hits:
830

Up All Night

Summary:

Nach einem kurzen Moment der Stille erhoben sich Niall und Louis, um sich auf den Soundcheck vorzubereiten. Auch Liam stand nun von seinem Platz auf und ging zur Küchenzeile hinüber und fing an, heißes Wasser aufzusetzen. “Welchen Tee möchtest du?”, rief er zu Harry, während er vor der riesigen Teeauswahl im Küchenschrank stand. Als keine Antwort kam, wandte Liam sich um und auch Niall und Louis blickten verdutzt zu Harry. Dieser hatte die Augen geschlossen, sein Gesicht war schmerzverzerrt und seine linke Hand hatte er erneut auf seine Brust gelegt, während er vergeblich nach Atem rang.

Chapter Text

Harry wusste, dass es heute schwer werden würde, das Konzert mit vollem Einsatz bis zum Ende durchzuziehen, ohne sich etwas von den Fans anmerken zu lassen, wie schlecht es ihm in Wirklichkeit ging. Schon beim gestrigen Konzert begann das Gefühl, seine Lunge würde sich schmerzhaft zusammenziehen, während obendrein ein stechender Schmerz in seiner Brustmitte aufflammte, der ihm zeitweise den Atem rang. Da das Gefühl aber nur kurzzeitig auftauchte, versuchte Harry sich keine großen Sorgen darum zu machen und auch seinen Bandkollegen gegenüber nichts zu erwähnen. Nichtsdestotrotz entschied er sich am Vorabend aber dafür, sich etwas zeitiger in seine Schlafbank zurückzulegen, statt mit den anderen wie üblich nach dem Konzert die besten Momente nochmals durchzusprechen.

Gedankenversunken rieb er sich seine Brust, um vergebens die noch immer vorhandenen Schmerzen zu lindern, während er ebenso versuchte, den hinzugekommenen Reizhusten so gut es ging zu unterdrücken, der sich nun am nächsten Morgen bemerkbar machte. Leise stöhnend drehte er sich auf die Seite und kam nun doch nicht umhin, hinter vorgehaltener Hand das kratzige Gefühl im Hals rauszulassen, indem er kräftig hustete. Harry versuchte so leise wie möglich zu sein, da er niemanden beunruhigen wollte, so kurz vor ihrem nächsten Auftritt und den davor noch anstehenden Interviews am Vormittag. Dennoch war er im vorderen Bereich des Busses, in dem der Rest der Band sich bereits zum Frühstück niedergelassen hatte, deutlich zu hören gewesen. Die drei Köpfe seiner Bandkollegen drehten sich sofort in Richtung Harrys und lauschten, ob es ihrem Freund gut ging. Als nach wenigen Sekunden weiteres Husten zu hören war, obwohl nun merklich abgeschwächt, machten sich die ersten Sorgenfalten auf den Gesichtern breit. “Das klang gar nicht gut...", begann Liam und lehnte sich wieder zurück, während er in die Runde blickte. “Er kriegt auch echt nie ne Pause…", fügte Niall an in Anbetracht, dass Harry entweder mitten in ihrem aller Stress steckte oder eben krank im Bett lag. Alle nickten beklommen und schauten erneut besorgt in die Richtung der Schlafbänke, aus der erneut Husten und leises Räuspern zu hören war. "Die Konzerte liegen einfach zu eng beieinander, wie soll er oder auch wir alle da gesund bleiben? Und er hatte ja schon gestern Abend Probleme, das war ja nicht zu übersehen", sagte Louis schließlich und lehnte sich in die Couch zurück, nachdem er sich den letzten Bissen seines Toasts in den Mund steckte. Die anderen nickten zustimmend.

Nachdem Harry sich nach weiteren 20 Minuten des Hustens und Räusperns dazu aufgerafft hatte, sich aus seinem Bett zu hieven, machte er sich in ihrem kleinen Badezimmer frisch und versuchte krampfhaft das bleiche Spiegelbild zu ignorieren, das ihm beim Zähneputzen entgegen blickte. “Hoffentlich kriegt Lou das nachher hin, sonst bin ich erledigt”, ging es ihm durch den Kopf und wuschelte sich vergebens durch seine lange Mähne. Harry atmete einmal tief ein und hisste leise, als ihn dabei erneut ein stechender Schmerz in der Brust kurz aus der Fassung brachte. Leise seufzend rieb er sich die schmerzende Stelle und verließ schließlich das Badezimmer in Richtung seiner Bandkollegen, die sich mittlerweile im anderen Teil des Busses verteilt hatten und bereits die Setlist mit ihrem Vocal Coach für ihren Auftritt später durchgingen. Als die drei Jungs ihn sahen, hellten sich sogleich ihre Mienen auf und auch Helene schien erleichtert, dass Harry es endlich aus dem Bett geschafft hatte. “Guten Morgen, Harry. Du hast das Frühstück verpasst, wir gehen grad schon die Setlist durch”, begrüßte ihn Liam, während Helene ihm das entsprechende Blatt Papier auch schon in die Hand drückte und ihn gut gelaunt anlächelte. “Guten Morgen”, antwortete Harry müde in die Runde, was ihn kurz dazu brachte, sich räuspern zu müssen, während er sich auf dem freien Platz neben Louis niederließ. “Alles gut bei dir?”, fragte Louis ihn leise und nickte sachte zu seinem Arm, den Harry noch immer schützend über seine Brust hielt. Der Lockenkopf hatte gar nicht bemerkt, dass er noch immer eine instinktive Schutzhaltung angenommen hatte, nachdem ihm im Badezimmer der Schmerz überrascht hatte und ließ seinen Arm auch sofort sinken, als er von seinem Freund darauf aufmerksam gemacht wurde. “Oh, ähm…ja alles gut”, antwortete Harry zügig und hustete kurz darauf in seine Hand, während er den Blick auf das Blatt mit der Setlist richtete. Er wusste genau, dass alle Augenpaare in diesem Moment genau auf ihn gerichtet waren und ihn gefühlt durchbohrten, weil sie genau wussten, dass irgendetwas eben nicht in Ordnung war. Harry seufzte kurz auf und blickte leicht genervt in die Runde. “Nur ein kleiner Husten, chillt mal”, erklärte er sich und hoffte, dass sie mit dieser Erklärung zufrieden waren, da er anderweitig ohnehin keine weiteren Worte dazu sagen würde. Musste sich ja nicht gleich jeder im Bus Sorgen um ihn machen.

Nachdem das wohl alles gewesen war, was Harry zu dem Thema sagen wollte, ließ Louis von dem Thema ab und auch Helene schien die aufgekommene Spannung im Raum aus dem Weg räumen zu wollen. “Also Jungs, wie gesagt, wir haben die Reihenfolge einiger Songs verändert und “Best Song Ever” nun als letztes Lied von der Zugabe. Sobald ihr durch seid, geht's direkt zurück zum Bus und weiter nach Düsseldorf, Deutschland. Harry, du schaust am besten einfach mal drüber und wenn Unklarheiten sind, dann wissen die anderen ja Bescheid”, fügte Helene an Harry gewandt hinzu, woraufhin dieser räuspernd nickte und seinen rechten Daumen kurz nach oben hielt, dass er verstanden hatte. “Gut, dann treffen wir uns in 20 Minuten auf der Bühne zum Soundcheck. Fangt am besten schon mal an eure Stimmen aufzuwärmen und Harry, du machst dir bitte einen Tee. Deine Stimme kann wohl noch etwas Wohltuendes gebrauchen”, verabschiedete sich ihr Vocal Coach fürs Erste und verließ den Tourbus. “Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Also…ist wirklich alles gut bei dir, Haz?”, blickte Niall den jüngeren fragend an und auch die anderen beiden wandten sich ihm zu. Harry konnte bereits an ihren Gesichtern erkennen, dass er ihnen diesmal wohl nichts vormachen konnte. Dem Jungen hatte es noch nie gefallen, wenn man sich seinetwegen Sorgen machte und ganz besonders dann nicht, wenn jeder von ihnen ohnehin schon genug anderes um die Ohren hatte. Dennoch wusste er, dass sie es nur gut meinten und wären die Rollen vertauscht, würde er ebenfalls wissen wollen, wenn es einem seiner Freunde nicht gut ging. Aus diesem Gedankengang heraus eröffnete Harry ihnen seufzend: “Wisst ihr, ich hab irgendwie so komische Schmerzen in der Brust? Das kam gestern ganz plötzlich während des Konzerts und … ”, stockte Harry und hustete in seine vorgehaltene Hand. Niall, Louis und Liam blickten ihn währenddessen sorgenvoll an und warteten, bis ihr Freund sich wieder gesammelt hatte. “Entschuldigt…ich hätte gedacht, dass es heute weg wäre, aber nope. Stattdessen hab ich heute natürlich auch noch Husten dazu”, beendete Harry seine Leidensgeschichte und hustete erneut in seine Hand.

Seine Bandkollegen schauten ihn mit verständnisvollem Blick an. “Dann lass es heute ruhiger angehen, Haz", erwiderte Louis. “Genau. Vielleicht können wir auch ein paar der Interviews aufteilen oder wenn möglich auch streichen, ich werde Paul nachher mal fragen, ob er da was für dich regeln kann”, ergänzte Niall und klopfte Harry ermutigend auf die Schulter nachdem er die Distanz zu ihm geschlossen hatte. Harry nickte wiederum dankbar und atmete tief durch, bevor ihm der stechende Schmerz erneut durch die Brust fuhr, woraufhin er sich instinktiv leicht nach vorne krümmte und seinen Arm schützend vor sich legte. “Shit, Harry. Kann man irgendwas für dich tun?”, fragte nun Liam besorgt nach, nachdem er seinen Freund vor Schmerzen krümmend vor sich sah. “Brauchst du deinen Inhalator?”, ergänzte Liam und sah sich bereits suchend danach um. Harry hingegen schüttelte lediglich verneinend seinen Kopf und lehnte sich zurück an die Couchlehne. “Alles gut, ich brauch’ nur ne Minute”, erwiderte der Jüngste mit kratziger Stimme. Auch wenn es Liam und den anderen schwer fiel, ihren Freund so zu sehen, wussten sie, dass sie erstmal nichts weiter für ihn tun konnten. Alleine schon, dass er ihnen beim zweiten Mal nachfragen erzählte wie es ihm wirklich ging, wussten die Bandmitglieder, dass Harry sich wirklich nicht gut fühlte. Aus Erfahrung heraus war es ihnen ebenfalls bewusst, dass sie ihn aber auch erstmal nicht weiter drängen konnten sich weiter helfen zu lassen und so ließ Liam Harrys Antwort fürs Erste auf sich beruhen und blickte zu Niall und Louis hinüber. Diese schienen das gleiche zu denken und nickten sich in stummer Übereinstimmung gegenseitig zu.

Nach einem kurzen Moment der Stille erhoben sich Niall und Louis, um sich auf den Soundcheck vorzubereiten. Auch Liam stand nun von seinem Platz auf und ging zur Küchenzeile hinüber und fing an, heißes Wasser aufzusetzen. “Welchen Tee möchtest du?”, rief er zu Harry, während er vor der riesigen Teeauswahl im Küchenschrank stand. Als keine Antwort kam, wandte Liam sich um und auch Niall und Louis blickten verdutzt zu Harry. Dieser hatte die Augen geschlossen, sein Gesicht war schmerzverzerrt und seine linke Hand hatte er erneut auf seine Brust gelegt, während er vergeblich nach Atem rang.