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Summary:

Sam, Dean und Cass haben ein paar Tage bei John und Mary verbracht.
Gabriel ist nicht da.
Sam hält sich nicht im Hintergrund.
John war, ist und bleibt ein, nun, ein Arsch, wie man auf gut-Deutsch sagt.
Cass findet John unmöglich.
Mary tut nichts.
Michael führt sich auf wie ein Verrückter.
Und Dean wird leise.

Notes:

(See the end of the work for notes.)

Work Text:

Sie sind vier Tage hier gewesen, in der Hütte, in der Mom und John jetzt leben.
Der Teil, der von Michael noch geblieben ist, randaliert in der Abstellkammer in Deans Kopf, mehr mit jedem Tag, den sie hier verbringen, und je lauter er wird, desto leiser wird Dean. Waffen sind hier verboten und Dean fühlt sich, als würde die Angst vor dem, was da draußen in der Nacht lauert, Mensch und Monster, ihn langsam erdrücken, obwohl sie so oder so immer noch Cas' Engelsklinge haben.
Cas selbst hat mittlerweile dauerhaft eine tiefe Falte zwischen den Augenbrauen, er versteht überhaupt nicht, warum John so unmöglich ist und die Brüder sich das auch noch antun.
John kommt nicht damit klar, dass Sam sich keine Mühe gibt zu verbergen, dass er queer ist, und Dean das völlig in Ordnung findet. Er geht sogar soweit zu unterstellen, Cas und Dean seien manipuliert oder gehirngewaschen. (Er weiß natürlich nichts von Gabriel, der im Bunker auf sie wartet —insbesondere auf Sam—, oder von Jack, und auch nicht von dem, was Dean und Cas jetzt haben, denn das würde für sie alle —oder für John— den Tod bedeuten.)
Dean versucht, sich auf Mom zu konzentrieren, sie lebt, ihr geht es gut, sie bedeutet Sicherheit. Aber mit jeder Minute, in der John im selben Raum, im selben Haus ist, fällt es ihm schwerer. Der Geruch von Essen —richtigem, vernünftig gekochtem, so wie damals zuhause in Lawrence, vor allem— ist erstickend. Er muss hier raus. (Michael schlägt mit den Fäusten gegen die Tür und Scheiße, er muss hier raus.)

Es ist der letzte Abend, Dean hat durchgehalten, hat niemanden erwürgt, ist nicht geflohen. Sie stehen in der Garderobe, ziehen die schlammigen Schuhe an, die Dean nie wieder ausziehen wird, außer vielleicht, um sie gegen Lackschuhe auszutauschen für eine Tarnung. Sie sagen Auf Wiedersehen, lang und breit, Mom hat's verdient, John, der im Hintergrund lauert und aussieht, als würde er sie alle gerne in schwarzen Säcken eigenhändig hinaustragen und verbrennen, nicht. (Michael schlägt gegen die Tür und schreitschreitschreit so laut.)
Dean geht als Letzter hinaus. Mom winkt noch aus der Tür, von hinten hell erleuchtet vom warmen Licht, das aus der Garderobe scheint, dann sind die drei auf dem Waldweg und um eine Kurve herum. Sam ist der Erste von ihnen, der zu rennen anfängt.
Der Wagen steht ein Stück den unebenen Pfad hinunter. Der Anblick macht Deans Beine wackelig. Sie klettern eilig hinein.
Cas kramt im Handschuhfach und reicht ihnen ihre Waffen. Sam verstaut seine Sammlung Messer an seinem Körper, die Pistole in der Jacke, und streckt sich auf dem Rücksitz aus. (Dean weiß, dass Sam ohne Gabriel und mit den Abgründen seiner eigenen Seele nicht zur Ruhe kommen kann, außer in diesem Auto, und deshalb seit drei Tagen nicht geschlafen hat...)
Dean nimmt seine eigene Pistole entgegen, steckt sie hinten in den Hosenbund. Das vertraute Gewicht, das ihm den ganzen Aufenthalt in diesem verdammten Häuschen gefehlt hat, ist sehr willkommen. Er wirft den Motor an, nimmt sich noch einen Moment Zeit, um wieder zu sein, spreizt die Hände auf dem Ledersitz, nimmt den Geruch des Wagens in sich auf. Er blickt auf und begegnet Cas' Blick.
Sie schauen sich einfach an nur an und Dean vergisst ein bisschen die Zeit. Sam, sein kleiner, zu groß geratener Bruder, gähnt auf der Rückbank, rollt sich zusammen und schläft mit dem heimeligen Rumpeln des Motors im Ohr in kürzester Zeit ein. Dean lächelt Cas an, legt den Gang ein, fährt los.
Als er fünf Minuten später auf die schnurgerade Straße nach Lebanon einbiegt, nimmt Cas seine Hand, drückt sie.
Michael schweigt.

Notes:

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