Actions

Work Header

Cyanid

Chapter 12

Summary:

Adam rekrutiert eine unwahrscheinliche Crew, um sich und Samus weit entfernt von der BSL in Sicherheit zu bringen.

Notes:

Es tut mir leid, dass ausgerechnet das letzte Kapitel so lang gedauert hat. Irgendwie kam das Leben dazwischen und die Prioritäten haben sich verschoben. Viel Spaß beim Großen Finale von Cyanid (und Metroid Fusion).

(See the end of the chapter for more notes.)

Chapter Text

Eine weitere Nachricht von Oberst MacLeod. Adam nahm den Anruf an Bord der Peryton an.

„Zwei Fregatten der 4. Flotte sind unterwegs. Sie werden in Kürze ihre Kennungen erhalten. Ist Aran noch immer gefangen?“

Dank des Hilfsprogramms war es ihm unmöglich seine Bewacher direkt anzulügen. Doch Adam begann andere, weniger spezifische Wege zu finden, seine Programmierung diesbezüglich zu umgehen. „Der Navigationsraum ist immer noch abgesperrt. Die ihr vom Hauptquartier zur Verfügung gestellten Waffen sind nicht in der Lage die Schleusen der Station zu durchbrechen.“ Beide Aussagen waren theoretisch korrekt; tatsächlich hatte er aus genau diesem Grund die Türen zum Navigationsraum wieder versperrt, nachdem Samus gegangen war.

„Gut. Behalten sie sie im Auge und fangen sie an die Sektoren der Station nach und nach abzuschotten, so gut sie können. Die Soldaten werden sie eine nach der anderen durchsuchen wollen. Tun sie was sie können, um sie nach der Landung zu unterstützen.“

„Verstanden. Ende.“

Ein neuer Befehl, einer, den er nicht einfach ignorieren konnte. Nur dummerweise für den Oberst und dessen Agenda, benötigten die meisten Sicherheitssysteme der BSL manuelle Eingaben. Selbst wenn er von der Mannschaft vor deren Ableben, die nötigen Zugriffsrechte bekommen hätte, könnte er aus dem Netzwerk heraus nicht allzu viel tun. Einzelne Räume mittels Universalzugang zu verriegeln war eine Sache, das farbcodierte System der Sicherheitstüren neu aufzusetzen, war etwas ganz anderes. Deshalb konnte er diesen Aufrag schlicht und ergreifend nicht ausführen.

Wozu er allerdings sehr wohl in der Lage war, war entscheiden welche seiner eigenen Ziele er priorisieren wollte. Es war nach wie vor schwer. Er hatte es nicht geschafft die BSL zu sichern, ein lebendes Exemplar eines X oder SA-X festzusetzen und Samus vom geheimen Labor oder anderen wertvollen Exemplaren wie Serris oder dem Alpraum fern zu halten – diese nicht erreichten Ziele wogen schwer, fühlten sich an wie Dornen im eigenen Fleisch – aber er konnte immer noch Samus beschützen. Und das Beste, was er dafür tun konnte, war das Schiff vorzubereiten, dass sie so schnell wie möglich starten konnten, sobald sie es erreichte.

Eine Bewegung im Hauptsektor; eine einzelne SA-X war Samus auf die Brücke gefolgt. Doch damit würde sie mittlerweile fertig werden. Es gab eine weitere Bewegung, diesmal im Hangar. Und nicht der erste Alarm dieser Art. Den anderen hatte er ignoriert, während er mit Samus gesprochen hatte. Aber diesmal sah er den Grund durch die Außenkamera des Schiffes.

Eine gewölbte, druchsichtige Puppe, die ein paar Meter entfernt auf dem Boden klebte, begann Lebenszeichen zu zeigen. Sie dehnte sich, platzte auf und eine klauenbewährte Extremität schob sich heraus. Ein Metroid Kokon.

Ein großer.

Das Metroid arbeitete sich aus seiner Puppe heraus und schüttelte wie ein Hund das Protoplasma von seinem Panzer. Es war eine riesige, zweibeinige Kreatur mit langen Armen, tödlichen Klauen, Facettenaugen, einem Mund voller Zähne, der an ein Neunauge erinnerte und einem gebogenen, gegliederten Panzer. Ein Omega Metroid.

Es hatte wohl diesen Ort für seinen Kokon und die Metamorphose gewählt, weil es still und relativ sicher war. Adam riskierte es den Hangar zu scannen. Die Türen waren gesichert, aber an der hinteren Wand, waren die Platten aufgerissen. Dort hatte es sich vermutlich in seiner deutlich beweglicheren Zeta Form herein gequetscht. Durch die in SRX vorhandene Atmosphäre und einer Station voller X Parasiten an denen es sich vollfressen konnte, war es kein Wunder, dass ein entkommenes Metroid ohne Probleme dazu in der Lage war, sich in kurzer Zeit so weit zu entwickeln.

Das Aufblitzen des Scanners hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Das Omega Metroid drehte den Kopf in Richtung des Schiffes.

Dieses Mal war es wohl ein Nachteil, keinen richtigen Fluchtreflex zu haben. Adams erste Reaktion war, die Geschützte bereit zu machen – die plötzliche Drehung der Kanonen reichte, um das Omega Metroid zum Angriff zu reizen. Es kreischte und sprintete zum Schiff. Es schlug mit den Klauen auf die Schnauze des Schiffes und rammte mit geducktem Kopf dagegen. Es war beinahe so groß wie das Schiff und hatte genug Kraft die Peryton mit seinen Angriffen vor sich her zu schieben. Das Fahrwerk sprühte Funken, als es über den Hangarboden geschoben wurde.

Der leichte Schaden an der Außenhülle fühlte sich an, wie ein Kratzer im Gesicht. Schmerz. Das tat weh. Das Omega Metroid schubste das Schiff und stieß erneut ein Kreischen aus. Es hatte sich einen Gegner ausgesucht und würde so schnell nicht von ihm ablassen. Adam schoss. Die unten am Schiff montierten Geschütze erwischten das Metroid auf der schlechter geschützten Bauchseite und drängten es einen Schritt zurück. Wenn er doch nur erstarrt wäre, wie ein normales Tier, anstatt seine Aufmerksamkeit zu erregen, dann würde er sich jetzt nicht in diesem Kampf befinden. Ohne Fluchtmöglichkeit, auf einem Schiff feststeckend, das er nicht...

Moment... normales Tier?

Adam öffnete die Luke zum Frachtraum und ließ seine erschrockenen Passagiere ins Cockpit. Die Etecoons schrien und schnatterten und versuchten sich an der Kabinendecke festzuklammern, als wäre es dort sicherer. Die Dachora blieb geduckt im Laderaum, versuchte ihr Küken mit ihrem Körper zu schützen, die Nackenfedern gesträubt und den Schnabel drohend geöffnet. Das Schiff taumelte erneut und Adam schoss, um den Angreifer auf Abstand zu halten. Wenn er das Schiff nicht steuern konnte... es war reine Spekulation, aber Etecoons und Dachoras waren eigentlich intelligent, oder?

Aber höchstwahrscheinlich konnten sie nicht lesen. Das war ein Problem ohne seinen Sprachgenerator. Es musste doch irgendetwas geben, mit dem er sie anleiten konnte. Er schoss immer wieder, um das Omega Metroid nicht näher kommen zu lassen, während er die Programme der Peryton untersuchte. Die Geschütze waren lästig, aber keine wirkliche Bedrohung für das Biest. Er musste sie so schnell wie möglich hier raus bringen.

Da! Die Flug und Waffen Anleitung, inklusive Animationen und Videos die so allgemein wie möglich gehalten waren, um sie nicht übersetzen zu müssen. Es war ein Wagnis, aber er musste es zumindest versuchen. Er konnte Samus nicht sicher hier raus bringen, wenn das Omega Metroid das Schiff schrottete, bevor sie es überhaupt erreichen konnte.

Adam ließ, nach ein paar Modifikationen, das Anleitungsvideo laufen. Er dimmte das Licht im Cockpit. Diese Veränderung war genug, um das Etecoontrio aus seiner Panik zu reißen und ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Die Anleitung fokusierte auf die Verwendung von Steuerknüppel und Gashebel, die die kleinen Affen nur zu gerne untersuchten, selbst als das Schiff ruckte und sie wieder zu kreischen begannen.

Die Animation des Gashebels musste einige Male wiederholt werden – und das Omega Metroid ein paar mal angeschosssen werden – bevor einer der Etecoons den Zusammenhang verstanden hatte und dagegen drückte. Leider ohne jede Zurückhaltung und ohne dass jemand den Steuerknüppel betätigte.

Die Peryton schoss nach vorne und rammte gegen die Wand. Die Etecoons wurden von der Kontrollkonsole geschleudert und Adam stieß einen stillen Schmerzensschrei aus. Das hatte viel mehr weh getan, als die Schläge des Omega Metroids, die das Schiff herum schoben. Zum Glück war er nicht so benommen, wie er durch einen Schlag ins Gesicht, nachdem es sich angefühlt hatte, gewesen wäre. Er änderte die Animationen leicht, mit Fokus auf den Steuerknüppel, um seine kleinen Besatzungsmitglieder wieder an die Kontrollen zu locken. Es war ein leicht zweifelhafter Erfolg, dass sie so begeistert zurückkehrten. Sie hatten in die Steuerung hinein geschnuppert und nun waren sie neugierig.

Der Etecoon am Gashebel kannte immer noch nur ganz oder gar nicht, aber ein anderer nahm den Steuerknüppel und zog ihn scharf zur Seite, worauf sich das Schiff zu drehen begann, dabei an der Wand entlang schrammte und wieder mit der Schnauze in den Hangar schaute. Adam zielte weiterhin auf das Omega Metroid, während sich das Schiff drehte und drängte es weit genug zurück, dass sie Platz zum Manövrieren hatten. Als sie ihren neuen Feind durch den Frontschirm im Blickfeld hatten, begannen die Etecoons wütend vor sich hin zu schnattern, auf und ab zu hüpfen und ihre Zähne zu fletschen. Ihr neues Spielzeug geriet für eine Weile in Vergessenheit.

Adam nützte diese Pause, um kurz das Schiff zu verlassen – lang genug, um die großen Hangar Tore zu öffnen. Das Geräusch der sich öffnenden Luken zog die Aufmerksamkeit des Omega Metroids auf sich –

Und einer der Etecoons drückte wieder den Gashebel nach unten.

Die Peryton rammte das riesige Metroid mit voller Wucht und drückte es gegen den Spalt in der Wand, durch den es ursprünglich den Hangar betreten hatte. Die Etecoons schnatterten und johlten, verspotteten das Metroid, als es versuchte die Nase des Schiffs zu erwischen und den Angreifer zurück zu schieben. Das Kreischen des Omegas entwickelte sich zu einem Wutschrei, seine neunaugenähnlichen Kiefer mahlten an der Schnauze des Schiffes. Adam war an den Geschützen bereit, aber bemerkte, dass er in die falsche Richtung schoss.

Der dritte Etecoon war zur Decke hinauf geklettert und hatte die Zielvorrichtung herunter gezogen. Sie war normalerweise über dem Copilotensitz angebracht, aber der zweite Sitz war ausgebaut worden, bevor sie das Hauptquartier verließen. Nun schwang der Schütze aufgeregt an den Griffen herum, hielt den Auslöser gedrückt und schoss wild im Hangar herum. Adam versuchte die Kontrolle von der kleinen Kreatur zurück zu bekommen, aber die manuelle Steuerung setzte seine außer Kraft. Und das Omega Metroid gewann wieder an Boden, da es sich gegen die kaputte Oberfläche stemmte, um seine eigene Masse gegen die des Schiffes zu drücken.

Da die Funktion für seine improvisierte Crew weniger offensichtlich war, als die von Gashebel und Steuerknüppel, beschloss er kurzer Hand, dass die Geschütze nicht mehr wichtig waren. Er musste sie dazu bringen, das Schiff aus dem Hangar hinaus zu steuern, um sich vor dem Omega Metroid in Sicherheit zu bringen. Dafür nahm er ein paar Fadenkreuzanimationen aus der Waffenanleitung und legte sie über die des Steuerknüppels, um die sich langsam öffnenden Tore anzuvisieren.

In der Zwischenzeit hatte seine Crew die Steuerung zu halbwegs heraußen und das übertriebene Fadenkreuz schien zu helfen. Ihr tatsächlicher Abgang war trotzdem chaotisch; sie schrammten wieder an der Wand entlang, um sich in Richtung des Tors zu drehen, die Geschütze feuerten ununterbrochen, der Gashebel war auf Anschlag. Die Peryton touchierte am Weg hinaus die Kante des Hangartors und schlingerte davon. Die äußere Panzerung wurde aufgerissen und es fühlte sich an wie ein übler Teppichbrand.

Aber sie waren draußen.

Direkt außerhalb der BSL konnte er über den Drahtlosen Sender immer noch das Netzwerk der Station erreichen. Sie begann sich zu bewegen. Samus hatte offensichtlich den Kurs geändert – es blieben nur wenige Minuten bevor sie sich zu weit im Gravitationsfeld von SR388 befand, um einen Absturz zu verhindern.

Die Etecoons waren so von der Aussicht beeindruckt, dass sie die Steuerung losgelassen hatten und so schwebten sie dahin. Der automatische Nachrichtenton erregte ihre Aufmerksamkeit; einer von ihnen versuchte die Buchstaben vom Bildschirm zu fangen, als der Text erschien.

Nachrichteneingang: 4. Flotte an die BSL – die folgenden Schiffe sind im Anflug:

GFS Lamia (GFMC-FC-0413)
GFS Chimera (GFMC-FC-0414
ETA: 20 Min.

Das waren also die Schiffe. Zwei Fregatten der Greifen Klasse. Wie erwartet. In Anbetracht der angegebenen Ankunftszeit, befanden sie sich bereits im Hyperraum. Genau wie andere Fahrzeuge, die sich in einer Atmosphäre bewegten, konnten Raumschiffe nebeneinander „windschattenfahren“ und je mehr Schiffe sich in einer Warpblase befanden, umso schneller konnte die Gruppe sein. Eine einzelne Fregatte würde wohl über eine halbe Stunde brauchen, aber zu zweit verdoppelte sich nicht nur ihre Feuerkraft, sie verkürzten auch ihre Reisezeit nicht unerheblich. Die winzige Peryton hatte im Vergleich dazu fast eine Stunde von Daiban zur BSL gebraucht.

Licht und Bewegung im Hangar – Samus musste in der Nähe sein und das Omega Metroid in einen Kampf verwickeln. Adam lies das Fadenkreuz wieder aufblinken, um den Etecoon am Steuer dazu zu bewegen, das Schiff wieder Richtung Hangar auszurichten. Das Manöver gelang, doch der Etecoon der an der Geschützsteuerung hing, schwang sich nach vorne um seine Pfoten auf den Gashebel zu legen und ärgerte damit den, der bereits dort war. Sie stritten und schnatterten, schlugen sich gegenseitig, verloren in der Schwerelosigkeit das Gleichgewicht und kullerten durch die Luft, weg von der Steuerungseinheit. Sie hatten für so etwas keine Zeit. Die BSL fiel schnell aus ihrem Orbit und sie mussten wieder in den Hangar oder zumindest nahe genug heran, dass Samus springen konnte.

Er versuchte es mit den Animationen von vorhin, aber die Eteccons waren zu sehr in ihren Steit vertieft und beachteten seine Versuche sie zu trennen nicht. Der Etecoon am Steuer bellte auch auf sie ein. Er schien die Wichtigkeit zu erkennen, aber auch seine, vermutlich warnenden, Rufe wurden ignoriert.

Sie Station fiel auf sie zu, aber durch den Größenunterschied, war die Peryton im Gravitationsfeld der Station gefangen, bis sie zu weit in die Atmosphäre des Planeten eingedrungen war und das kleine Schiff mit sich riss. Darauf zu warten, dass die Station ihnen nahe genug kam, war keine Option.

Bitte, bitte, es muss doch irgendetwas geben...

Da stand plötzlich die Dachora auf. Sie stieß sich von der Wand des Laderaums ab Richtung Cockpit und direkt zur Steuerungseinheit. Sie stützte sich mit ihren krallenbewährten Füßen ab, nahm den Gashebel in den Schnabel, drückte ihn nach vorne und steuerte so die Peryton mit der Grazie und dem Selbstbewußtsein einer alten Pilotin in Richtung Hangar. Sie war nicht einfach nur da gekauert. Sie hatte beobachtet und von ihren Crewmitgliedern gelernt.

Die Lenkung war noch etwas unsicher, aber das Schiff schlingerte zurück in den Hangar, um sich am Kampf zu beteiligen. Ohne einem lästigen Äffchen an der Geschützstation, eröffnete Adam wieder das Feuer auf das Omega Metroid und tireb es von Samus weg, die die Pause nutzte um ihren Laser für einen Spezialschuss aufzuladen und aus einer tiefen Hocke in seinen weichen Bauch zu schießen. Das Metroid taumelte zurück, sein Panzer hatte Risse aus denen grünes Blut sickerte. Sogar mit nur wenigen Sekunden bis zum Eintritt in die Atmosphäre, sorgte Samus dafür das ihre Beute tatsächlich tot war. Sie frohr es ein – frohr es ein? – und zersplitterte den Panzer des Omega Metroids, bevor sie durch die untere Luke an Bord hechtete.

Die Dachora und die Etecoons hüpften von der Steuerungseinheit und Samus zog den Rückwärtsgang auf Anschlag und drehte, bevor sie sich überhaupt in den Pilotensitz fallen ließ, das Schiff in Relation zur BSL zur Seite, und verwendete das Landungsruder, um neben der Station entlang zu gleiten.

Die BSL fiel an ihnen vorbei und brannte einen Weg durch die Atmosphäre von SR388, bevor sie auf der Oberfläche aufschlug und explodierte. Die Thermischen Bomben für die Selbstzerstörung, zusammen mit dem Nuklearen Reaktor der Station und der schieren Größe des Meteoriten, in den die Station hinein gebaut war, vernichteten den Planeten vollkommen. Samus drehte das Schiff von der Explosion weg, doch Adam sah in einer Art stiller, morbider Faszination über die Heckkameras zu. Die thermonukleare Detonation entzündete die Atmosphäre. Verdeckt durch das Leuchten des brennenden Gases war sie Zerstörung die der Meteorit anrichtete nicht zu sehen, aber er vermutete, dass seine Masse groß genug gewesen war, um die Kruste zu durchbrechen und eventuell sogar den Planetenkern zu erreichen.

Nachdem Samus sie von der Korona der Explosion weggeflogen, und die Peryton treiben lassen hatte, lehnte sie sich endlich im Pilotensitz zurück. Ihre Rüstung hatte sich wieder verändert. Sie hatte bekannte Orange- und Goldtöne angenommen, aber die seltsamen organischen Anteile waren immer noch da. Hatte sie sich ihre Ausrüstung von der SA-X auf der Brücke zurück geholt? Sie hatte wohl gerade den Eisstrahl verwendet, eine Waffe die eigentlich mit ihrem veränderten Equipment inkompatibel sein sollte...

Samus nahm einen tiefen, erschöpften Atemzug. „Adam...? Bist das wirklich du da drin?“

Keine Zielvorgaben mehr, keine Befehle... Aber es war trotzdem schwierig es tatsächlich gerade heraus zu sagen: „Ja. Ich bin‘s.“

Es kurzer Schnaufer von unter ihrem Helm, die Andeutung eines ironischen Lachens. „Du hättest früher etwas sagen können.“

„Ich konnte nicht... Tut mir leid.“

Sie setzte sich auf, die Arme auf ihre Beine gestützt, die Schultern vor Erschöpfung erschlafft. Sie schüttelte den Kopf. „Und was sollen wir jetzt tun? Der Föderation wird es nicht gefallen. Sie werden nicht verstehen was wir getan haben.“ Sie drehte den Kopf, als würde sie über ihre Schulter auf die Überreste von SR388 schauen. „Oder warum. Sie werden nicht verstehen, welcher Gefahr wir nur knapp entkommen sind...“

„Jemand wird es verstehen.“

Samus blickte auf und legte den Kopf zur Seite, als würde sie seine Annahme in Frage stellen. „Wer? Wir sind nun Saboteure. Gesuchte Kriminelle. Sie werden uns zur Verantwortung ziehen und ich bezweifle, dass sie aufhören werden uns zu jagen bis wir entweder tot oder festgenommen sind. Wer wird sich die Mühe machen, die Dinge von unserer Warte aus zu sehen?“

„Ich weiß es nicht. Aber mach Dir keine Sorgen. Irgend jemand wird es verstehen.“ Klar, da waren Leute wie der Präsident, wie Oberst MacLeod... wie er selbst – Leute die verzweifelt jede neue Bedrohung in eine tödliche Waffe verwandeln wollten und dafür wegschauten. Aber es gab auch Leute wie Anthony und Admiral Dane. Leute mit Mitgefühlt und einem verdammten Hausverstand...

„Jemand muss es verstehen.“

Notes:

Vielen Dank für's Lesen!

Ich hab weiterhin nicht sehr viel Zeit und leider ist mir auch meine Korrekturleserin abhanden gekommen. Trotzdem ist die Übersetzung von Teil 2 und 3 dieser Serie nach wie vor geplant. Die ersten paar Kapitel von Teil 2 sind auch schon grob fertig und brauchen nur noch etwas Feinschliff. Vermutlich wird es aber in nächster Zeit trotzdem langsam vorwärts gehen. Ein Update pro Monat scheint realistisch.

Series this work belongs to: